Digitale Offenheit messen: Der Digitale Offenheitsindex

 
Wer mitgestalten will, muss sich informieren. Freies Wissen und die dafür notwendigen Voraussetzungen und Aspekte in einer digitalen Gesellschaft, die zur Abwägung verschiedener Alternativen und zukünftiger Strategien hilfreich sind, sind nicht oder nur sehr schwer zugänglich. Derzeit gibt es kaum Reglementierungen wie der Zugang zu diesen gesellschaftlichen wichtigen Ressourcen geöffnet und gewährleistet werden kann.

Aktuell gibt es aber eine Reihe von sehr interessanten Projekten die zumindest versuchen Teile davon zu messen, so etwa der WebIndex (http://thewebindex.org), Open Data Census (http://census.okfn.org/) und Global Right to Information (http://rti-rating.org). Jedoch deckt keines dieser Projekte nur ansatzweise die gesamte Breite der mit dem technologischen Wandel einhergehenden Veränderungen und Möglichkeiten für mehr digitale Offenheit ab.

Ziel des Projekts Digitaler Offenheitsindex ([do:index]) ist es, ein Messinstrument zu entwickeln um den Beitrag öffentlicher Körperschaften zu digitalen Gemeingütern (Daten, Informationen, Wissen, Infrastruktur, Lehr-Lern- Unterlagen ...) und somit zu freiem Wissen erkenn- sowie quantifizierbar zu machen.

Im Ergebnis soll der Digitale Offenheitsindex mit Hilfe eines Benchmarkingtools nicht nur informieren, sondern öffentliche Körperschaften zur Förderung digitaler Offenheit motivieren. Ein auf Basis des [do:index] regelmäßig überregional erstelltes Ranking verbessert die Vergleichbarkeit der Initiativen verschiedener öffentlicher Körperschaften und erlaubt eine offene Diskussion über Handlungsmöglichkeiten. Es sollen auf diese Weise auch die Vorreiter, Leuchtturmprojekte und Best-cases in den untersuchten Teilbereichen und deren Vorteile präsentiert werden.

Im Rahmen dieses Beitrags wird es neben ersten Ergebnissen auch um eine Reflexion der Potentiale und Gefahren eines derartigen Ranking-Ansatzes zur Förderung von Transparenz, Effizienz und Effektivität öffentlicher Verwaltung gehen. Hinzu kommt die Frage nach unvorhergesehenen Effekten, die regulatorische Initiativen in Richtung digitaler Offenheit mit sich bringen können und werden.

Infos zur Einreicherin / zum Einreicher
Verein / Institution / Firma: 
do-index.org
Vortragende/Vortragender: 
Kurzbio: 

Ex-sysadmin, Netzaktivist, Startup-Mitbegründer, Ökonom

1996-1998 Sysadmin am Ars Electronica Zentrum. Danach fünf Jahre lang Sysadmin bei The Thing und unterschiedlichen Kunstprojekten in New York. Zurück in Österreich schließlich Studium der Wirtschaftswissenschaften. Arbeitete für zahlreiche Startups und ist ein Mitbegründer von archify.com.

Zeitplan Information